Ein Bild, gemalt vermutlich von einem Kind mit Wachsmalkreide. es zeigt ein weinendes Kind und einen ärgerlichen Vater, der aus einer Flaschen trinkt.

Hilfe für Angehörige von Menschen mit Suchterkrankungen

Angehörige von Menschen mit Suchterkrankungen sind stark belastet – dennoch stehen sie selten im Fokus der Aufmerksamkeit und sehen sich der Situation oft hilflos gegenüber. Der Vortrag von Dr. Larissa Hornig (salus kliniken Bad Nauheim) richtet den Blick auf dieses Problem und klärt über Hilfsangebote auf. Die Veranstaltung findet am 10. März 2026 um 18 Uhr in den Räumlichkeiten des DRK-Selbsthilfezentrums statt. Der Eintritt ist frei.

Enorme Belastung der Angehörigen

Studien zeigen: Angehörige von Menschen mit Suchtproblemen leiden oft selbst unter psychischen und sozialen Belastungen. Sie haben häufiger gesundheitliche Probleme, Stimmungsschwankungen und Stress. Das gilt sowohl für Frauen als auch für Männer. Viele Angehörige berichten, dass sie seit Beginn der Suchterkrankung ihres Familienmitglieds oder Freundes mindestens einmal mit gesundheitlichen Einschränkungen, Beziehungsproblemen, emotionalen oder finanziellen Sorgen zu kämpfen hatten. Dadurch wird ihr Alltag stark beeinträchtigt.

Das deutsche Suchthilfesystem vernachlässigt Angehörige

Trotz dieser Erkenntnisse gibt es in Deutschland zu wenig passende Angebote für Angehörige. Sie erhalten kaum Unterstützung, obwohl sie selbst Hilfe und Beratung bräuchten. Die bestehenden Hilfsangebote sind oft unzureichend und decken den tatsächlichen Bedarf nicht ab.

Ziel: Bessere Unterstützung für Angehörige

In dem Vortrag wird eine kritische Bestandsaufnahme der aktuellen Angebote für Angehörige vorgestellt. Ziel ist es, konkrete Vorschläge zu entwickeln, wie die Suchthilfe Angehörige besser unterstützen kann. Dazu werden auch Ergebnisse einer qualitativen Studie, der Dissertation von Dr. Larissa Hornig, einbezogen, um passgenaue Hilfsangebote – zum Beispiel im Rahmen der medizinischen Rehabilitation – zu gestalten.

Hilfe für Angehörige von Menschen mit Suchterkrankungen

Vortrag von Dr. Larissa Hornig (salus kliniken Bad Nauheim)
Dienstag, 10. März 2026, 18 Uhr
Eintritt frei!

Selbsthilfezentrum des DRK Odenwaldkreis e. V.

Bahnstraße 43
Eingang Alte Poststraße
64711 Erbach

Die Referentin

Dr. Larissa Hornig arbeitet seit 2015 im Rahmen der stationären medizinischen Rehabilitation in den salus kliniken Bad Nauheim (ehemals salus klinik Friedrichsdorf). Dort ist sie als zertifizierte Suchttherapeutin VT in der Bezugstherapie und Adaption tätig. Ihre Promotion zur Gestaltung adressat:innenorientierter Angebote für Partner:innen von Betroffenen mit Substanzgebrauchsstörung im Rahmen der medizinischen Rehabilitation von Abhängigkeitserkrankungen konnte sie in 2025 abschließen.

SPONSOR

Wir bedanken uns bei der AOK – Die Gesundheitskasse in Hessen, die den freien Eintritt zu diesem Vortrag durch ihre finanzielle Förderung ermöglicht.


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Adresse Selbsthilfegruppen des DRK-Kreisverbands Odenwaldkreis e.V., Bahnstraße 43 (Eingang: Alte Poststraße), 64711 Erbach
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Do: 9:30–11:30 Uhr
Und nach telef. Vereinbarung!

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