Frauen.Sucht.Hilfe

Die vielfältigen Ursachen, eine Sucht zu entwickeln, sind oft eng verknüpft mit Lebensumständen und Erfahrungshintergründen, die mit weiblichem Rollenverhalten einhergehen. Dazu zählen auch psychische, körperliche und sexuelle Gewalterfahrungen.

Von daher ist es wichtig, neben dem körperlichen Entzug und der Abstinenz neue Denk- und Verhaltensweisen zu entwickeln. Diese können helfen, den Suchtkreislauf effizient zu unterbrechen und das eigene Leben in ein neues Gleichgewicht zu bringen.

Schuld- und Schamgefühle

Denn anders als bei männlichen Suchtkranken fällt es Frauen oft schwerer, sich mit  ihrem Problem Hilfe zu holen. Schuld- und Schamgefühle gepaart mit hohem Verantwortungsanspruch erschweren nicht selten den Gang in die Beratungsstelle oder in eine Selbsthilfegruppe.

Sucht betrifft Frauen aller Altersgruppen und zieht sich durch alle soziale Schichten und Berufsgruppen.

Von Frauen für Frauen

Über viele Themen wie Sexualität, Beziehungsschwierigkeiten, (sexuelle) Gewalterfahrungen lässt sich in gemischt-geschlechtlichen Gruppen im Selbsthilfebereich nur schwer sprechen. Frauen haben andere Stärken und andere Schwächen als Männer. Wo Männer z.B. Fürsorge und Behutsamkeit lernen wollen, können Frauen eher lernen, ihre persönlichen Interessen wahrzunehmen und durchzusetzen.

Auf diesem Hintergrund entstand der Wunsch von betroffenen Frauen, eine Selbsthilfegruppe ausschließlich für Frauen zu initiieren. Sie wandten sich deshalb an das DRK mit der Bitte um Unterstützung bei der Gründung einer solchen Gruppe.

Wann & Wo?

Jeden Donnerstag
20:00 – 21:30 Uhr

DRK-Selbsthilfezentrum des DRK-Kreisverbandes Odenwaldkreis e. V.
Bahnstraße 43 (ehemaliges VHS Gebäude, Eingang Poststraße)
64711 Erbach

 

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

Manuela

0151-12709116 oder 0162-2578112

selbsthilfe@drk-odenwaldkreis.de

Beiträge zum Thema:

Mathias Haase von der Ambulanten Suchthilfe des Diakonischen Werkes Hanau
23. Mai 2019

Der Sucht auf den Grund gehen: Traumata als Suchtursache erkennen

Im Rahmen der Suchtwoche 2019 fand am 22.05.2019 im DRK Haus Erbach eine Veranstaltung zum Thema »Trauma und Sucht – die unterschätze Verbindung« statt. 50 interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer folgten dem informativen Vortrag von Mathias Haase von der Ambulanten Suchthilfe des Diakonischen Werkes Hanau.

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