Alkohol- und Medikamentensucht

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Gemeinsam sind wir stark!


Abstinent zu werden ist eine große Herausforderung und ein langer Weg. Wir unterstützen uns und gehen diesen Weg gemeinsam. In der Selbsthilfegruppe treffen wir auf Verständnis: Alle Teilnehmer*innen haben Ähnliches durchgemacht. Niemand braucht Angst oder Scham empfinden.

»Volksdroge« Alkohol


Alkoholische Getränke sind hierzulande praktisch jederzeit und unbegrenzt verfügbar. Ihr Konsum besitzt weitgehend gesellschaftliche Anerkennung: bei traditionellen Volksfesten »gehört das einfach dazu«, Spitzensportler werben für Biermarken und auch im privaten Umfeld begegnet man nahezu in jedem Haushalt dieser »Volksdroge«. – Kein Wunder, dass ein Verzicht darauf so schwer fällt.


Dabei ist Alkoholkonsum keineswegs so harmlos, wie viele annehmen möchten. Der langfristige Konsum zeigt verheerende Folgen auf vielen Ebenen:

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Körperliche Folgen: Zellschädigungen, Schäden an inneren Organen (Leber, Herz, Bauchspeicheldrüse) sowie ein erhöhtes Krebsrisiko.
  • Psychische Folgen: Stimmungsschwankungen, Angstzustände, Depressionen und Suizidgedanken.

  • Soziale Folgen: Verlust von Freunden, des (Ehe-)Partners und des Arbeitsplatzes sind keine Seltenheit. Vor allem die Kinder von alkoholabhängigen Menschen sind der Situation hilflos ausgeliefert und leiden darunter enorm.


Be(un)ruhigender Medikamentenkonsum


Als Beruhigungs- und Schlafmittel zählen Benzodiazepine (Tavor, Lexotanil, Adumbran, Bromazanil, Diazepam u. a) weltweit zu den am häufigsten verordneten Arzneimitteln. 
Es handelt sich um rezeptpflichtige Medikamente, die zur Behandlung von Phobien und Panikattacken oder Schlafstörungen verabreicht werden. Oftmals finden die Medikamente jedoch auch bei weniger schwerwiegenden Befindlichkeitsstörungen wie Nervosität, Überlastung und Erschöpfung Anwendung.


Auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch der Medikamente kann – vor allem bei einer allzu unkritischen Verschreibungspraxis – die Einnahme unbemerkt in einen Dauerkonsum übergehen, der schließlich nicht mehr dem ursprünglichen therapeutischen Zweck, sondern dem Wunsch nach dem »Kick« dient.


Missbrauch und Abhängigkeit von Benzodiazepinen stehen mit Abstand an der Spitze des schädlichen Arzneimittelgebrauchs in Deutschland: Man geht von etwa 1,5 Millionen Arzneimittelabhängigen aus.

Warum Selbsthilfe?


In Selbsthilfegruppen treffen sich Menschen mit den unterschiedlichsten Beeinträchtigungen zu einem Erfahrungsaustausch. Sie machen sich Mut und unterstützen sich gegenseitig. Die Gruppenteilnahme ist kostenlos und die Inhalte der Treffen werden streng vertraulich behandelt.

Wir in den Selbsthilfegruppen bemühen uns, uns so anzunehmen, wie wir sind – mit Stärken und Schwächen –, um unserem gemeinsamen Ziel näher zu kommen. Wir bringen unsere Kompetenzen ein und können voneinander profitieren.

Die Selbsthilfegruppen des DRK-Kreisverbandes Odenwaldkreis e. V. vermitteln den Teilnehmer*innen durch ihre Zuverlässigkeit und Beständigkeit ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl und damit eine neue Qualität an Menschlichkeit.

Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich, auf Wunsch kann aber ein Einzelgespräch vereinbart werden. Kommen Sie vorbei! Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Wann & wo in Erbach?

Jeden Montag
19:00 bis 20:30 Uhr

Selbsthilfezentrum des DRK Odenwaldkreis e.V.
Bahnstraße 43 (Eingang Alte Poststraße)
64711 Erbach

Wann & wo in Brensbach im Gersprenztal!

Jeden ersten Montag im Monat
19:00 Uhr bis 20:30 Uhr

Gemeindezentrum Brensbach
Ezyer Straße 5
64395 Brensbach

 

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

Friedel Weyrauch (Erbach und Brensbach)

06062-60760 oder 0162-2578112

selbsthilfe@drk-odenwaldkreis.de

Armin Kaffenberger (Brensbach)

0152 52065408

selbsthilfe@drk-odenwaldkreis.de

Beiträge zum Thema:

Rechts: Claudia Ray, Selbsthilfebüro Odenwald der Paritätischen Projekte; links: Horst Weigel, Fachstelle für Suchtprävention des DRK Odenwaldkreis; Foto: © Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Odenwaldkreis e.V.
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Der Sucht auf den Grund gehen: Traumata als Suchtursache erkennen

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Eingeschränkte Gruppentreffen

Aufgrund der aktuellen Situation hinsichtlich Coronavirus bzw. COVID-19 findet das Angebot der DRK-Selbsthilfegruppen unter bestimmten Einschränkungen und Auflagen statt.

Leider können sich noch nicht alle Gruppen wie gewohnt treffen. Wann und wo welche Gruppe zu welcher Zeit wieder startet, kann bei Friedel Weyrauch unter Tel. 0162 / 257 811 2 bzw. per E-Mail an selbsthilfe@drk-odenwaldkreis.de erfragt werden. Weitere Infos dazu finden sich auch im Beitrag: Trotz Corona sind Treffen wieder möglich

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